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Aktionsbündnis Osnabrück

News

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May 17, 2022
Kategorie: Aktuelles
Zum Konzept „Sicherheit neu denken“ nimmt die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Katja Keul, am 25. Mai Stellung. Unsere öffentliche Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Saal der Bundesstiftung Friedensforschung, Am Ledenhof 3.
OFRI-Treffen: 20.6., 4.7., 8.8., jeweils 17 Uhr im Grünen Jäger, An der Katharinenkirche 1
Apr 27, 2022
Kategorie: Aktuelles
Die nächsten OFRI-Termine: 16.5. + 20.6., jeweils 17 Uhr im Grünen Jäger, An der Katharinenkirche 1.
Apr 16, 2022
Kategorie: Aktuelles
15 Teilnehmende hatte die Osnabrücker Friedensinitiative (OFRI) für ihre Friedensradeltour Osnabrück-Hasbergen angemeldet. Dass über 50 mitradelten, führten viele auf den aktuellen Krieg in der Ukraine zurück, wo der russische Präsident Putin den ersten Eskalationsschritt in Richtung Einsatz von Atomwaffen gegangen war..
Ziel war das Rathaus in Hasbergen, dessen Bürgermeister Adrian Schäfer auf die Mitgliedschaft von Mayors for Peace angesprochen worden war. Dieses weltweite Netzwerk mit über 8000 Städten und Gemeinden aus 163 Ländern hat sich der Friedensarbeit, insbesondere der atomaren Abrüstung verschrieben. 1982 auf Initiative des damaligen Bürgermeisters von Hiroshima, Takeshi Araki, gegründet, soll mit Aktionen und Kampagnen die weitere Verbreitung von Atomwaffen verhindert und deren Abschaffung erreicht werden.
Beim Start am Rathaus in Osnabrück wies die stellvertretende Bürgermeisterin Birgit Strangmann darauf hin, dass die Stadt Osnabrück bereits seit 2006 diesem Bündnis angehöre. Aus dem Osnabrücker Land sind Hagen 2015, Bramsche 2017 und Bad Iburg 2018 beigetreten. Vielfach wird zu den Jahrestagen der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki an den Rathäusern eine Friedensfahne gehisst.
Über Krahnstraße, Dielingerstraße, Hegertorwoll, Martinistraße, Kurt-Schumacher-Damm, Lenergericher Landstraße erreichte die Friedensradeltour nach 45 Minuten das Rathaus an der Martin-Luther-Straße in Hasbergen. Dort stand schon Bürgermeister Adrian Schäfer angesichts ders sonnigen Wetters zum Empfang mit kühlen Getränken bereit.
Schäfer berichtete, bereits den Antrag auf Mitgliedschaft bei Mayors for Peace unterzeichnet und abschickt zu haben. Mittlerweile wird Hasbergen als eine von inzwischen 802 deutschen Mitgliedern aufgeführt. „Es war mir wichtig - auch im Namen der Gemeinde Hasbergen - ein Zeichen für den Frieden und gegen den Einsatz von Atomwaffen zu setzen und bin deshalb gerne den Mayors for Peace beigetreten“, erklärte der Bürgermeister.
Vor der Friedensradeltour hatte eine Ostermarsch-Kundgebung vor dem Osnabrücker Theater stattgefunden. Hier hatte Dominik Lippold (DFG-VK) für „Frieden schaffen ohne Waffen“ geworben.
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Kriegsdienstverweigerung

Oct 27, 2020

Andenken an Deserteure, Kriegsdienstverweigerer und Wehrkraftzersetzer


Text des Banners, das auf dem Sockel des Kriegerdenkmals In den Bleeken (Osnabrück-Haste) angebracht wird:

"... Andenken der gefallenen Helden - dieser armen, missbrauchten, gefallenen Helden, die alle gern noch gelebt hätten“ (aus :Der schwarze Obelisk, E.M.Remarque, 1962)

Andenken auch derer, die sich unter Einsatz ihres Lebens dem Morden auf den Schlachtfeldern widersetzten: den Deserteuren, Kriegsdienstverweigerern und Wehrkraftzersetzern, die dafür häufig auch mit Tode bestraft wurden.

Osnabrücker Friedensinitiative
Osnabrücker Remarque Gesellschaft

Erstellt von: Afemann

Keine Opfer der Nazi-Justiz werden in Deutschland so wenig gewürdigt wie Kriegsdienstverweigerer, Wehrkraftzersetzer und Deserteure. Sie gelten vielen noch immer als Verräter, die sich vom Acker gemacht haben, als andere ihr Leben fürs Vaterland riskierten.

An mehreren Orten unserer Stadt wird den Gefallenen der beiden Weltkriege gedacht, so auch am Denkmal In den Bleeken im Ortsteil Haste. Wo aber kann den Männern und Frauen gedacht werden, die sich dem Morden auf den Schlachtfeldern entzogen oder widersetzten? So z.B. Jahannes Heinrich Laumann aus Osnabrück, der am 13.2.1941 wegen Fahnenflucht verurteilt und hingerichtet wurde. Auch er war Sand im Getriebe der Kriegsmaschinerie. Über 30.000 so genannte Wehrkraftzersetzer wurden von der NS-Justiz zum Tode verurteilt, über 20.000 hingerichtet. Tausende kamen in Konzentrationslagern und Strafbataillonen ums Leben. Überlebende galten lange in Deutschland als „rechtskräftig vorbestraft“ , bis der Bundestag im Mai 2002 nach endlosen Debatten und gegen den Widerstand von Sachsen und Bayern im Bundesrat die Urteile der NS-Militärjustiz durch einen Beschluss aufhob.

Die Osnabrücker Friedensinitiative zusammen mit der Osnabrücker Remarque Gesellschaft möchte mit einer Aktion am Denkmal in Haste am 2., 15. und 22. November (jeweils zwischen 11:00 und 12:00 Uhr) an das Leid derjenigen erinnern, die den Mut hatten, sich zu verweigern. Ihnen gebührt unsere Hochachtung und unser Respekt.

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